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| Kurze Geschichte der TKF Die „Gesellschaft zur Förderung der Textil-Kunst-Forschung (TKF)“ wurde als gemeinnütziger Verein 1982 in Wien gegründet. Als Proponenten traten Prof. Wilfried Stanzer und Dr. Georg Butterweck auf. Ziel der Gesellschaft ist es, Forschung und Wissen über Textilkunst zu vertiefen und neu gewonnene Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Symposien und internationale Konferenzen über ethnologische Textilkunst und Orientteppiche abgehalten, eine Reihe von Publikationen veröffentlicht und einschlägige Projekte von Museen ideell und finanziell unterstützt. Die TKF arbeitet insbesondere mit der UNESCO, dem Museum für Völkerkunde, dem Naturhistorischen Museum in Wien und der Universität für Angewandte Kunst zusammen und fördert Studenten in materieller und ideeller Hinsicht. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten mehrere Teppichfreunde, einige davon auch beruflich mit orientalischen Textilien befasst. Darunter waren Peter Trimbacher (verstorben 2003), Dr. Ernst Albegger, Manfred Leitner, Hubert Borger, Dr. Alfred Janata (verstorben 1993) und Karl-Heinz Dietrich. Von den Orientteppichhändlern Österreichs waren die Eigentümer des Wiener Teppichhauses Adil Besim OHG, Ferdi Besim und Fritz Langauer und deren Mitarbeiter Herbert Payer, Franz Sailer (Wien – Salzburg) und die Grazer Hannes Bösch, Helmut Reinisch und Paul Konzett an der Gründung beteiligt. Die Anzahl der Mitglieder wuchs rasch an und beträgt heute etwa 100. Von Beginn an bis 1986 war Wilfried Stanzer erster Obmann der TKF, 1986 und 1987 leitete Karl-Heinz Dietrich die Gesellschaft, von 1988 bis 1998 war Wilfried Stanzer zum zweiten Mal Obmann, ihm folgte Peter Bichler, der seither die Gesellschaft leitet. Stanzer war von 1982 bis 1986 Repräsentant der Teppichfachzeitschrift HALI in Österreich, fungierte von 1986 bis 1990 als Präsident, 1991 bis 1999 als Vizepräsident der ICOC (International Conference on Oriental Carpets) und von 1999 bis 2003 wieder als Präsident der ICOC. Er organisierte 1995 und 2001 in Marrakesch die ICOC Regionalkonferenzen über „Marokkanische Teppiche“ und wirkt seit 1996 als Leiter des von ihm initiierten Projekts „Ait Khozema“ zur Wiedereinführung traditioneller Fertigungs-methoden bei marokkanischer Teppich- und Textilherstellung im ländlichen Bereich. Nunmehr ist Peter Bichler als Mitglied des Executive Committee der ICOC tätig. Das Schwergewicht der Aktivitäten der TKF lag zu Beginn ihrer Tätigkeit auf der Erforschung und Präsentation von Orientteppichen und Flachgeweben. Mittlerweile stehen auch Textilien aus allen Teilen der Welt im Mittelpunkt des Interesses. Die wichtigsten Veranstaltungen und Publikationen der TKF Als erste Großveranstaltung organisierte die TKF im Sommer 1983 eine Ausstellung im Schloss Eggenberg in Graz zum Thema „Antike Anatolische Teppiche aus österreichischem Besitz“. Zur Auswahl der 60 Exponate aus Beständen des Museums für Angewandte Kunst in Wien, des Steiermärkischen Landesmuseums Joanneum in Graz sowie aus etwa 300 von Mitgliedern eingereichten Stücken wurde eine Jury unter dem Vorsitz von Dr. Ernst Albegger bestellt. Diese erste Ausstellung der TKF und das dazu veröffentlichte Buch „Antike Anatolische Teppiche aus österreichischem Besitz“ wurden ein voller Erfolg. Zum Abschluss der Ausstellung feierten die Organisatoren ein Fest, bei dem ein Hammel verspeist wurde. Dieses Ritual wird seither jährlich von der TKF in Graz aufgegriffen und ist zu einem Symbol von Initiative, Geselligkeit und Schaffensdrang der TKF geworden. Ende Juni 2003 veranstaltete die TKF dieses Fest bereits zum 20. Mal. Dieses Hammelfest ist alljährlich nicht nur ein kulinarischer, sondern vor allem ein wissenschaftlicher Höhepunkt, für den von den Organisatoren (Univ.Prof. Dr. Helmut Eberhart, Manfred Leitner und Gert Walter) stets hochkarätige Vortragende gewonnen werden. Unter dem Eindruck des Erfolges der Ausstellung des Jahres 1983 unternahm die TKF das Wagnis, die 5. ICOC (International Conference on Oriental Carpets) 1986 in Wien und Budapest auszurichten. Auch diese Konferenz wurde unter Federführung der TKF in Zusammenarbeit mit der Londoner Fachzeitschrift HALI und dem Iparmüvészeti Muzeum in Budapest ein voller Erfolg. TKF-Mitglied Horst Lorenz organisierte im Wiener Künstlerhaus die international viel beachtete Ausstellung „Antike Orientteppiche aus österreichischem Besitz“. Die TKF konnte nach sorgfältiger Jurierung in dem gleichnamigen Druckwerk neuerlich 131 Orientteppiche und Flachgewebe präsentieren. 1992 beschloss der Vorstand das bisher größte und finanziell aufwendigste Projekt der TKF, eine Art von Bestandsaufnahme der wichtigsten zuvor noch nicht publizierten textilen Objekte in österreichischen Privatsammlungen. Um eine möglichst umfassende Bestandsaufnahme zu gewährleisten und auch neue Erkenntnisse und Sammelgebiete aufnehmen zu können, wurde die Herausgabe eines Mappenwerkes beschlossen, dessen einzelne Tafeln in Lieferungen über einen Zeitraum von mehreren Jahren erscheinen sollten. Helmut Eberhart, Manfred Leitner und Wilfried Stanzer waren für die Redaktion zuständig, Gert Walter übernahm die Verantwortung für den Vertrieb. Ziel der Edition war es, einen erstklassigen Querschnitt durch österreichische Sammlungen, von Marokko bis Indonesien, vom klassischen Orientteppich bis zum Jugendstilvorhang, vom geknüpften Kunstwerk bis zum komplizierten Doppelikatgewebe zu bieten. Maßgeblich für die Aufnahme war die künstlerische Ausdruckskraft der Stücke. Die Ledermappen wurden in gelb, rot und schwarz in Marokko handgefertigt. 1999 erschien die erste Lieferung von 24 Tafeln, 2002 die letzte Lieferung des 99 Tafeln umfassenden Werkes. Für die exzellente Druckqualität sorgte die Druckerei Jost in Liezen. Einige Restexemplare dieses hervorragenden, in einer limitierten Auflage von 400 Exemplaren erschienenen Werkes sind zum reduzierten Preis von € 148,00 (ursprünglich € 185,00) bei Gert Walter (Hub, Hubweg 29, A-8046 Stattegg) erhältlich. Im September 2002 veranstaltete die TKF auf Anregung von Dr. Peter Baumann in Linz unter dem Titel "Gewebt und Geknüpft - aus Linzer Sammlungen" eine viel beachtete Ausstellung über "Teppiche aus Ostturkestan und Turkmenien". Im September 2004 präsentierte die „Linzer Gruppe“ im Schloss Aschach an der Donau 67 Objekte (Knüpfteppiche, Flachgewebe, koptische Fragmente sowie chinesische und persische Seidengewebe) in der Ausstellung „Gewebt und Geknüpft II – Antike Teppiche aus oberösterreichischem Privatbesitz“. Vorträge über Textiltechniken und tibetische Teppiche waren wissenschaftliche Höhepunkte. 2004 organisierte die TKF in Hallstatt das 1. Symposium über Hallstatt-Textilien gemeinsam mit der Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien und dem Department Archäometrie der Universität für Angewandte Kunst Wien. Die Schirmherrschaft übernahm die UNESCO Kommission Österreich. Ziel dieser Veranstaltung war, die in den Salzminen Hallstatts geborgenen textilen Zeugen einer prähistorischen Hochkultur einer breiten internationalen Gruppe von Experten vorzustellen, die weitere Ausgrabung, Erforschung, Bearbeitung und Konservierung in Österreich voranzutreiben sowie auch junge Archäologen, Restauratoren und Wissenschaftler zu inspirieren, sich dieser Materie in verstärktem Maße zu widmen Die von der TKF organisierten Vorträge von international renommierten Spezialisten (unter anderen S. Azadi, M. Bischof, A. Boralevi, H. Böhmer, M. Buddeberg, S. Bunn, R. Chenciner, P. Collingwood, W. Denny, D. Dodds, V. Enderlein, Chr. Erber, M. Flury- Lemberg, H. Harrauer, U. Horak, A. Janata, H. König, B. Matuella, M.-L. Nabholz-Kartaschoff, D. Pelz, R. Pinner, J. Rageth, M. Ryder, F. Spuhler, A. Steinmann, C.M. Suriano, N. Tarrant, E. Tsareva, A. Völker, R. Yamamoto) sowie von Mitgliedern der TKF beleuchten die unterschiedlichsten Themen der Textilforschung von Orientteppichen bis zu prähistorischen Textilien. Eine kleine Auswahl der letzten beiden Jahre: 2004: 2005: 2006: 2007: 2008:
Exkursion Schallaburg
Fachexkursion nach Budapest Kulturreise nach Armenien mit Georg Telfeyan Ausstellung „Gewebt & Geknüpft III“ – Schloß Aschach/Linz mit Fachvorträgen von P. Hoffmeister (D), Dr. M. Klimberg (A), S. Jansen (D), u. A. Boralevi (I) Sammlung Prammer im Pergamonmuseum Berlin Völkerkundemuseum Wien – Präsentation der Sammlung Foitl, Vortrag, Publikation Hofburg- das Haus Besim präsentiert die Belutsch-Sammlung Walter inkl Buchvorstellung 2009:
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